Campus Expedition

Für den Sommer 2020 hat die Corona-Pandemie Reisen in ferne Länder erst einmal gestrichen…

Damit im heimischen Garten und auf den Balkonen Stuttgarts jedoch keine Langeweile aufkommt, lädt HORADS seine HörerInnen auf eine ganz besondere Reise ein:

Eine Expedition durch die Hochschullandschaft Deutschlands. 

Jeden Mittwoch um 7 Uhr senden wir einen Podcast von einer anderen Hochschule oder Universität, um so die Exotik fremder Studierendenkulturen in z. B. Hamburg, Flensburg und vielen weiteren zu entdecken.

So lassen wir die heimischen Grenzen der Frequenz 88,6 hinter uns und erleben junge Exemplare der Spezies Podcast-Host in freier Wildbahn: Wie verhalten sie sich in ihrer natürlichen Umgebung? Mit welchen Themen und Fragen setzt sich die Campusfauna auseinander?

Es gibt viel zu entdecken und solltet Ihr euch mal einer der Expeditionen nicht rechtzeitig anschließen können, stehen die gesendeten Podcasts auch hier zum Nachhören zur Verfügung:

# 29 KW
Diese Woche in unserer Campus Expedition:

Zwei Folgen von: Gespräche über den Zustand der Welt – Podcast der Europa-Universität Flensburg :

COVID19 und die verpasste Utopie
Nachbarn haben füreinander eingekauft, Radwege wurden gebaut, Luxusparfüm-Hersteller und Brauereien haben Desinfektionsmittel und Autohersteller Beatmungsgeräte produziert, Systemrelevanz wurde neu definiert:Für ein paar Wochen der COVID19-Pandemie schien eine andere Welt möglich, gab es die Chance, grundsätzliche Gegebenheiten unseres Lebens, unseres Wirtschaftens, unserer Politik neu zu bedenken. Diese Chance wird zu selten genutzt – das Konjunkturpaket der Koalition bedeutet beispielsweise höchstens eine Antriebswende, aber keine Mobilitätswende, sagt Jonas Lage, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Norbert Elias Center for Transformationdesign and Research der Europa-Universität Flensburg (EUF) und Mitglied des Kollektivs „Imperiale Lebensweise und solidarische Alternativen“.

Markt versus Mensch?
In der Corona-Krise ist eine große Behauptung der freien Marktwirtschaft ins Wanken geraten: Es sei der Markt, der für das Wohlergehen der Bevölkerung sorge, der „das“ schon regle. – Diese Krise regelt der Markt nicht, es ist stattdessen der Staat, der sich mit umfassenden Hilfen um das Wohlergehen seiner Bürgerinnen und Bürger kümmert. Wir brauchen eine neue politische Rationalität der Solidarität, sagt die Philosophin Jule Govrin: Eine, die die Gesundheit der Gesellschaft und nicht die Gesundheit der Wirtschaft verfolgt, eine, die Gemeinwohl und nicht Profit in den Mittelpunkt stellt. Denn Menschen sind verwundbare Wesen, die in Abhängigkeit voneinander leben.