Schwitzen im November? PARCELS heizten im Wizemann ein

Schwitzen im November? PARCELS heizten im Wizemann ein

Nachdem sie im Februar dieses Jahres „Two Door Cinema Club“ im LKA supported hat, spielte die Band aus Australien am 28. November ihr zweites Konzert in Stuttgart und füllte die Bude. Seit sie mit dem französischen house Duo „Daft Punk“ die Single „Overnight“ produzierten, haben sich Parcels an wachsender Beliebtheit erfreut.

In der Konzertlocation Wizemann versammelte sich am vergangenen Dienstag ein Publikum das man so meistens in der Concept Mall „FLUXUS“ auffindet. Die Stuttgarter Hipster waren trotz nassem Novemberwetter gut drauf und stylish wie eh und je.

 

Support von The Lovely Days

Die ebenfalls australische Band „The lovely Days“ eröffnete den Abend im Wizemann mit ihren verträumt poppigen Klängen, die auch sehr an die Rock- und Popmusik der 80er Jahre erinnern. Das Publikum ließ sich schnell von der dreiköpfigen Band zum Mittanzen motivieren.

Kurz nach dem der Support den Fans die Bühne verlassen hatte kamen unter vereinzelten Bejubelungen die Jungs von Parcels auf die Bühne um ganz unaufgeregt ihre Instrumente aufzubauen. Die richtige Begrüßung der Fans und deren Jubel folgten, nachdem die Band nach einer kleinen Pause – frisch umgezogen – erneut auf die Bühne kam und ihren ersten Song anspielten. Die Menge bewies sich als tanzwütig und schnell löste sich an einigen Stellen die Frontalorientierung des Publikums und es glich eher eine Szene aus einer Disco.

 

Gute Laune!

Sowohl vor als auch auf der Bühne herrschte beste Laune. Nach dem zweiten Titel „Hideout“ begrüßte Sänger und Keyboarder Patrick Hetherington die Fans nach minutenlangem Applaus mit einem breiten Grinsen und einem überraschend akzentfreiem Deutsch. Dass die junge Band seit 2015 in Berlin wohnt scheint sich nicht nur gut für ihren Erfolg ausgezeichnet zu haben! Für mehr reicht es dann aber doch nicht als Co-Sänger und Gitarrist Anatole Serret sich beim Betrachten der tanzenden Fans an ein Konzert ihn ihrem Heimatland Australien erinnert und zur An

ekdote einlud – diesmal dann auf Englisch. Nach und nach betraten damals alle Fans die kleine Bühne und tanzten so wild bis diese samt Band und Fans zusammenbrach. Hetherington entgegnete ihm mit einem Lachen er solle die Fans nicht auf dumme Gedanken bringen. Motiviert von dem persönlichen Schwank der Band legten sich die Fans beim folgenden Song „Alie“ tänzerisch extra ins Zeug.

 

Musikalische Expertise

Singen kann jeder der fünf Australier und ihr musikalisches Talent stellten sie durchgängig unter Beweis. Die für Parcels typisch harmonisierenden Sequenzen, die ein wenig Acapella-Charakter haben, wurden perfekt geliefert. Aber nicht nur in ihrem Gesang bewiesen sie ihr Können und ihre Kreativität, die fand sich nämlich auch in der Entfremdung einer Glasflasche zum „Taktschlagen“, oder in der Renaissance von Triangel, Schellenkranz und Co.

 

Schweißtreibendes Finale

Nach dem heftigst betanztem Klassiker „Gamesofluck“ verabschieden sich Parcels, um nach anhaltendem Applaus für einen letzten Song die Bühne zu befeuern. Eine Kostprobe auf was uns vielleicht bald als neue Single von ihnen erwarten wird: „Comedown“.

Ihre Tour setzen Parcels noch bis Mitte nächsten Jahres fort und bespielen unteranderem noch Berlin, Hamburg, Amsterdam – und natürlich ihre Heimat Australien.

 

Setlist: INTRO / MYENEMY / HIDEOUT / ALLAROUND / ALIE / OLDER / BEMYSELF / ANOTHERCLOCK / CLOCKSCARED / OVERNIGHT / PHSYSICS / GAMESOFLUCK

Encore: COMEDOWN

Autorin: Jojo Burkhardt

Foto: Roya Fitz

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