Die Goldene Himbeere

Hier ist sie: Die Goldene Himbeere!

Die Goldene Himbeere, auf englisch der „Golden Raspberry Award“ oder auch kurz „Razzie“ genannt, ist der berühmteste Negativ-Filmpreis Hollywoods. Erstmal vergeben wurde der vom Cineasten John J. B. Wilson kreierte Anti-Oscar im Jahr 1981.

Der Razzie wird traditionell am Abend vor der Oscar Verleihung verliehen. In verschiedenen, teils sehr absurden Kategorien werden die schlechtesten Leistungen des Filmjahres nominiert.

In der Kategorie schlechtester Film sind in diesem Jahr:

„Baywatch“, „Emoji – Der Film“, „Fifty Shades Of Grey 2“, „Die Mumie“ und „Transformers 5: The Last Knight“ nominiert.

Vorgeschlagen für die schlimmste Schauspielerin wurden:

Katherine Heigl in „Unforgettable“, Dakota Johnson in „Fifty Shades Of Grey 2“, Jennifer Lawrence in „Mother!“, Tyler Perry in „BOO! 2: A Medea Halloween“ und Emma Watson in „The Circle“.

Als schlechtester Schauspieler vorgeschlagen sind:

Tom Cruise in „Die Mumie“, Johnny Depp in „Fluch der Karibik 5: Salazars Rache“, Jamie Dornan in „Fifty Shades Of Grey 2“, Zac Efron in „Baywatch“, Mark Wahlberg in „Daddy’s Home 2“ und zusätzlich in „Transformers 5: The Last Knight“.

Die Trophäe

Der Sieger darf am Ende eine Goldene Himbeere mit nach Hause nehmen. Sie ist passend zum Anlass nahezu wertlos. Es handelt sich um eine Kunststoffhimbeere, die auf eine Super-8-Filmrolle aus Aluminium geklebt und mit Goldfarbe überzogen ist.

Der Name

Der Name der Auszeichnung kommt von der englischen Redewendung „to blow a raspberry“ im Sinne von „ein Furzgeräusch mit dem Mund erzeugen“. Der Ausdruck stammt aus dem Cockney rhyming slang, einer Londoner Varietät der englischen Sprache. Dort heißt es statt fart (also Furz) dann raspberry tart übersetzt „Himbeertörtchen“.

John Wilson präsentiert die 29th Razzie Awards Verleihung.

Hinter dem Preis steckt die Golden Raspberry Award Foundation (kurz G.R.A.F.), ihr gehören rund 750 Filmkritiker, Journalisten und Filmschaffende aus den USA und mehr als zwölf Ländern an. Aus Deutschland benennt die Münchner Filmwerkstatt 50 Personen, die an der Abstimmung teilnehmen.

Besondere Anlässe

Zu besonderen Anlässen wurden bereits mehrfach besondere Kategorien vergeben.

Etwa die „Rücksichtsloseste Missachtung von Menschenleben und öffentlichem Eigentum“. Sie ging 1997 an „Con Air“. Außerdem „Schlimmster Filmtrend des Jahres 1998“: 58-jährige Hauptdarsteller, die um 28-jährige Hauptdarstellerinnen buhlen.
Besonders lustig: „Meistfurzender Teeniefilm“ wurde 2002 an Jackass: The Movie vergeben.

In diesem Jahr (2018) wird die goldene Himbeere am 3. März verliehen.

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