„Die besten Ideen entstehen im gemeinsamen Austausch“

Dienstagnachmittag, 15.30: Der kleine Redaktionsraum beginnt sich zu füllen. Immer mehr junge, engagierte Studenten strömen in das gläserne HORADS 88,6-Studio. Ein kurzer Blick in die Runde lässt zehn verschiedene Gesichter erkennen. Doch was macht ein Haufen an motivierten Studenten in einem viel zu engen Raum, der schier zu platzen scheint? Die Antwort ist ganz einfach: Eine eigene Sendung auf die Beine stellen! Jeden Dienstag von 16 bis 18 Uhr hört ihr das Campusmagazin auf HORADS 88,6. 

Stellvertretend für das gesamte Campusmagazin haben sich Nina Müller und Theresa Ruther unseren Fragen gestellt.

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Das zehn-köpfige Team des Campusmagazin im Wintersemesters 2016/2017 stellt sich vor.

HORADS 88,6: Eure Sendung hat den Namen Campusmagazin. Das hört sich stark nach Themen rund ums Studium an. Welche Schwerpunkte behandelt ihr denn?

Theresa Ruther: Genau, unsere Sendung heißt Campusmagazin und deswegen senden wir tatsächlich Themen rund um den Campus. Teilweise hatten wir auch schon ein paar Schwerpunktsendungen, in welchen wir ein Thema über zwei Stunden behandeln. Unsere erste Sendung beispielsweise war komplett dem Thema Anfänge gewidmet. Da hatten wir dann Studiogäste hier, die entweder frisch an der HdM begonnen haben oder irgendwie einen anderen Neubeginn gestartet haben.

Nina Müller: Wir machen eine Radiosendung von Studenten für Studenten mit Themen rund ums Studium. Das kann auch mal Feiern oder Partytipps sein, aber auch – weil wir ja hier an der Hochschule der Medien sind – fachliche Sachen rund um die Medienbranche. Außerdem haben wir viel mit internationalen Themen zu tun. Da reden wir dann öfters über das Auslandssemester oder laden einen Gastprofessor ein.

HORADS 88,6: Ihr seid also in eurer Themenauswahl in keiner Art und Weise eingeschränkt?

Theresa Ruther: Überhaupt nicht. Die meisten Ideen entstehen im Austausch innerhalb unserer Redaktionssitzungen. Die spinnt man dann gemeinsam weiter. Das ist ein ziemlich cooler Prozess, wie sich das weiterentwickelt.

HORADS 88,6: Campusmagazin ist eine Sendung, die von zehn Studenten und Professor Zöllner betreut wird. Wie genau seid ihr denn auf die Idee gekommen bei HORADS 88,6 eine eigene Sendung auf die Beine zu stellen?

Theresa Ruther: Wir sind alle Studenten des Studienganges Medienwirtschaft aus dem 3., 6. oder 7. Semester. In unserem Studiengang müssen wir eine Produktion und ein interdisziplinäres Projekt machen und bei der Produktion konntest du zwischen Radio, Stufe, Film & TV-Management und vielem mehr wählen. Wir haben uns letztendlich für HORADS 88,6 entschieden.

Nina Müller: Im Gegensatz zu allen anderen Veranstaltungen hast du bei HORADS 88,6 eine gewisse Art von Kontinuität. Du musst halt jede Woche liefern und das finde ich mega cool. So gesehen sind wir eine kleine Redaktion und lernen von Grund auf, wie man redaktionell arbeitet.

Theresa Ruther: Wir lernen hier ja auch, wie man mit der Technik umzugehen hat. Da wir aber relativ schnell eine eigene Sendung fahren müssen, muss man schon früh eigenständig arbeiten. Viele von uns, die davor noch nicht bei HORADS 88,6 waren, wurden ein bisschen ins kalte Wasser geworfen. Das ist aber gut so, dann lernst du es gleich.

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Ihr wollt noch mehr über das Campusmagazin erfahren? Nützliches und unnützliches Wissen liefert die Infografik.

HORADS 88,6: Zu zehnt eine Sendung auf die Beine zu stellen, hört sich für viele unvorstellbar an. Habt ihr eine geregelte Aufgabenverteilung oder gibt es teilweise kleine Zankereien?

Nina Müller: Bei uns hat sich noch nie jemand gezankt. Wir ergänzen uns immer.  Wir sind ein super engagierter Haufen und harmonieren als Gruppe ganz gut. Die Aufgabenverteilung wechselt bei uns ständig. Pro Sendung gibt es immer zwei Moderatoren und einen CvD (Chef vom Dienst). Der Rest kümmert sich dann um die Beiträge selbst.

Theresa Ruther: Klar gibt’s das auch mal, dass du in einer Sendung gar keinen Beitrag hast oder eben nicht direkt im Radio sprichst. Das hat auch den Grund, weil es für den Hörer verwirrend ist, zehn verschiedene Stimmen in zwei Stunden zu hören. Aber generell macht es unsere Sendung ja gerade so spannend, dass viele Leute ihren Senf dazu geben.

HORADS 88,6: Könnt ihr euch vorstellen nach eurem Projekt weiter bei HORADS 88,6 zu bleiben und eigenständig eine Sendung zu übernehmen?

Nina Müller: Auf jeden Fall! Ich finde das so cool hier, bei HORADS 88,6 hat man eine super entspannte Atmosphäre. Das, was du hier lernst, kannst du auch in großen Fernsehanstalten lernen, aber da ist dann doch alles nochmal einen Sprung größer. Gerade dieses familiäre Gefühl finde ich hier wirklich besonders schön. Wenn ich im nächsten Semester die Zeit finde, werde ich auf jeden Fall weitermachen.

Theresa Ruther: Mir geht´s ähnlich. Man bekommt hier die Chance sich frei und selbst zu verwirklichen. Unser Studium ist eher theoretisch veranlagt und dann mal etwas selbst zu machen, ist ein ganz toller Ausgleich.

Lea Allgayer

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