#NEUbeiHORADS: Bonaparte – White Noize

Bonaparte ist ein Projekt des Sängers und Produzenten Tobias Jundt.

Wer die Musik von Bonaparte kennt, wundert sich möglicherweise – diese klingt nämlich meistens nach einer lauten, eingespielten Band und nicht nach einem Solokünstler.

Dies muss sich aber nicht gegenseitig ausschließen, denn wenn Tobias Jundt live auftritt, versammelt er eine Vielzahl an Musikern und Performern aus aller Welt um sich. In diesen ständig wechselnden Konstellationen hat Bonaparte schon über 500 Live-Konzerte auf der ganzen Welt gegeben, die von der Kritik gefeiert werden. So schrieb beispielsweise der Tagesspiegel, seine Konzerte seien ein „Vielvölkerstaat, regiert vom Partykaiser, der einen Trashzirkus entfesselt“.

Bei Bonapartes neuem Album „The Return of Stravinsky Wellington“ kann man sich gar nicht vorstellen, dass seine Konzerte so exzessiv sind. Es ist nämlich deutlich erwachsener als seine Vorgänger – selbst die lauteren Tracks klingen gezügelt und viel melodischer als man es von dem Schweizer gewohnt ist. Die Texte decken einen geweiteten Horizont und eine künstlerische Weiterentwicklung auf. Es geht nicht mehr um Hedonismus und Exzentrik, sondern um Gefühle, kleine und große Konflikte und auch um Politik. Ein Album zur Lage der Welt.

Mit „White Noize“ beschert uns Bonaparte einen Song, der sehr bildhaft das Leben in der Welt der sozialen Medien kritisiert und dabei zum Mitsingen bewegt. Zum Nachdenken anregend, trotzdem eingängig und deshalb unsere Musikempfehlung der Woche!

Autorin: Emma McNutt
Emma studiert Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien und moderiert derzeit die Sendung „NEUbeiHORADS“ – dienstags 16:00 bis 18:00 Uhr.

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