Urbaner Sound aus mystischen Wäldern

Augen weit, nein, noch weiter aufgemacht: Hier sind Tempers! Tempers? Was bedeutet denn Temper? Das heißt: das Naturell, die Gemütsart, die Stimmung und die Mischung – und genauso vielschichtig und (be)deutungsreich ist auch die Musik der New Yorker Postpunk Band Tempers.

Tempers Eyes Wide Wider (Balearic Edit) from NEW/AGE on Vimeo.

„Leer, aber warm“ und „kalt, aber gefühlvoll“ – das sind die Kontraste und Gefühle, die das Duo mit ihrem urbanen Sound vermitteln möchten.

Gerade weil der Band in der Vergangenheit ein Gothic-Image nachgesagt wurde, was teilweise stark an ihrem vorherigen Label PENDV Records lag, versuchen die beiden Künstler durch ihr Debütalbum „Services“ eine neue Richtung einzuschlagen – dieses erscheint (unter aufnahme + wiedergabe) am 23. Oktober 2015. Kühle, düstere elektronische Töne, gepaart mit statischen durchaus tanzbaren Beats und Texten zum Heulen beschreiben dabei nur ansatzweise die Postpunk Musik der beiden Bandmitglieder Eddie Cooper und Jasmine Golestaneh. Ganz ihrem Namen nach kreieren Tempers also eine kontrastreiche Stimmung: Beispielsweise hat das Duo, trotz ihres urbanen Sounds, das Musikvideo zur Single „Eyes Wide Wider“ in den mystischen Wäldern der Catskill Mountains (New York, USA) gedreht – und um zusätzlich noch mehr Spannung aufzubauen, erinnert das Video an einen erotischen Fashionfilm aus den 80er Jahren.

Brigitte Schönberger

 

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