Im Wohnzimmer beim…


28.04.2022 | „Nahdistanz [Range]”


Ab heute spiele ich hier im Wohnzimmer zweiwöchentlich Mixes aus einem frühen ‚Seitenarm‘ meines „Range”-Projekts, den ich schon 2019 ‚gelegt hatte‘, vor den ersten ‚Farbmixes‘. Sie können als eine ‚andere thematische Aufladung‘ beziehungsweise Ergänzung meines nun über längere Zeit laufenden ‚Farbenprojekts‘ verstanden werden. Schließlich lässt dessen Titel ja ganz unterschiedliche Bedeutungs- und ‚Bandbreitengebungen‘ zu.

Kontext:
Was ist Nähe?
Scheint nahe, was offenbart?
Liegt nahe, was offenlegt?
Geht nahe, was offen liegt?
Schafft Nähe, was greifbar wird?

Beschreibung/Idee:
Songs und Tracks, denen, für mich, das Thema Nähe auf vielfältige Weise gemein ist bzw. sein könnte: von verdichtet bis entspannt, von zentnerschwer bis federleicht. Wobei mir beim Zusammenstellen etwas auf den ersten Blick Erstaunliches aufgefallen ist: „nah” und „weit” liegen für mich – obgleich scheinbar gegensätzlich – oft ganz eng beieinander. Oder auch: Oft waren die Songs und Tracks, denen ich (eine Verbindung zum Thema) „Nähe” zuschreibe, gleichzeitig die mit der größten wahrgenommenen Weite im Sinne klanglicher und/oder inhaltlicher Tiefenschärfe und Ausbreitung.

Ich wünsch‘ euch viel Freude damit – ’n Peace geht raus!


Trackliste, Kontakt & Spotify Playlists

0:00:17 | josh homme – blood on the wall
0:01:26 | finn – norden
0:03:49 | ibeyi – cane [everything Is recorded]
0:06:38 | belgrad – westen
0:13:48 | spinvis – bijt mijn tong af
0:17:03 | paul mccartney – i don’t know
0:21:13 | die goldenen zitronen – nützliche katastrophen
0:24:53 | bill ryder-jones – there’s something on your mind
0:29:53 | isolation berlin – vergeben heißt nicht vergessen
0:34:43 | s. carey – brassy sun
0:38:08 | gorki – mia
0:42:59 | why? – easy
0:45:42 | martin kohlstedt & gewandhauschor – ksycha
0:51:04 | ben howard – someone in the doorway
0:55:49 | kurt vile – loading zones
0:59:04 | amongster – leaving our arms
1:02:29 | the tallest man on earth – fields of our home
1:06:48 | simon & garfunkel – scarborough fair canticle
1:09:50 | sin fang, sóley, örvar smárason – team dream party kids
1:14:38 | gang of youths – do not let your spirit wane
1:22:05 | heymoonshaker – streets of england
1:24:57 | faber – bratislava
1:28:11 | isolation berlin – mir träumte
1:31:05 | spinvis – huid
1:32:23 | hozier – nfwmb
1:36:25 | art school girlfriend – bending back
1:39:39 | billie eilish – when i was older
1:43:36 | christian löffler – ry
1:48:34 | örvar smárason – flashlight
1:53:20 | the slow show – strangers now
1:58:20 | nadia schilling – bad as me [teil 1]

Für Kontakt zur Sendung, zur Musik und zu meinen Mixes schreibt einfach an: mich@mannaufdercouch.de. Soweit dort verfügbar, findet ihr alle Einzeltitel aller meiner Sendungen hier in einer Spotify-Playlist. Dort habe ich auch eine ‚Endlos-Playlist‘ am Start, die ich euch als ‚Zufallswiedergabe-Entdeckungsreise‘ ans Herz lege. Ich nenne sie ☀️Das🌕Leuchten🌠.


21.04.2022 | „Grüntöne [Range]”


Heute ’starte ich‘ im Wohnzimmer zweistündig ’so richtig rein‘ in eines meiner größten Musik-Herzensprojekte. Mit einem Thema, das mich seit langer Zeit begleitet und dem ich mich immer wieder aufs Neue nähere. Und für das ich jetzt, nach Jahren des Zusammenstellens und immer wieder Neuanordnens und Ausfeilens, eine Form gefunden habe, es so auszudrücken wie mir das gefühlt schon sehr lange vorschwebt:

Musik ist nicht zuletzt Farbe! Und Farbe ist für mich und Viele – meiner Meinung nach sogar im Wesentlichen: alle, die sich dafür öffnen – nicht nur sicht-, sondern auch spür-, schmeck-, riech-, und nicht zuletzt: hörbar. Darum geht es in „Range“. Letzte Woche habe ich euch hier schon eine Art ‚Überblicksmix‘ gespielt. Einen, der, meiner ‚Wahrgebung‘ nach – denn natürlich ist das hoch subjektiv – ‚das ganze Farbspektrum abdeckt‘.

Für ‚Range‘ verwende ich einen Farbkreis ohne klare Abgrenzungen, in dem ‚alles ineinander fließt‘. Die Farben, auf die ich mich dabei thematisch konzentriere, sind: Grün, Türkis, Blau, Violett, Magenta, Rot und Gelb.

Es gibt die unterschiedlichsten Ansätze und Schemen, das Spektrum der Farbwahrnehmung und -gebung abzubilden. Ich habe bewusst einen mir eigenen, für mich stimmigen Zugang gewählt, mich an keine dieser Theorien und wissenschaftlichen Erkenntnisse ganz orientiert. Gleichzeitig finde ich sie hoch spannend. Und gebe euch bald hier im Blog einen Überblick. Diese Woche bin ich zu dieser Zusammenstellung noch nicht gekommen.

In der heute beginnenden ersten, siebenteiligen, Projektetappe von ‚Range‘, spiele ich euch je einen ‚Farbtöne-Mix‘ zu den Farben, mit denen ich arbeite. Das meine ich im Sinne eines jeweils größeren ‚Farbsegments‘. Heute: ‚Grüntöne‘ von Grüngelb über Gelbgrün, Grün und Türkisgrün bis Grüntürkis.

Ein weiterer Ausblick: Nach den Farbsegmenten — die ich bewusst nicht stur in die Reihenfolge einer ‚Line entlang des Farbkreises‘ spiele, den ich verwende, sondern auch ‚darin hin und her springe‘ — möchte ich mich kleineren Segmenten zuwenden, den jeweiligen ‚Mischfarben‘ (z. B.: Grüngelb), dann: ‚Einzelfarben‘ (z. B.: Grün).

Abschließend werde ich dann mit den Farben Weiß, als ‚Mittelpunkt aller Farben‘, einer Art ‚Subtraktion‘, und Schwarz, als ’summierendem Außenrand des Farbspektrums‘, einer Art ‚Gesamtheit‘ spielen. Wie ich das GANZE als ein Spielen begreife, ohne jeden Anspruch auf Allgemeingültig- oder wahrnehmbarkeit. Und doch: Wann immer ich Andere fragte: „Ohne darüber nachzudenken, einfach aus dem Bauch heraus: Welche Farbe hat diese Musik für dich?” habe ich erlebt, dass es starke Übereinstimmungen in den Wahrgebungen gibt, teils auch mit den Farben der Albumcovers. Nach denen und über die ich gern auch gemeinsam mit euch forschen und einen Erfahrungsaustausch führen möchte. Wenn ihr dazu mit mir Kontakt aufnehmen möchtet, schreibt einfach an mich@mannaufdercouch.de.

Ich wünsche euch Farbe und Freude mit „Range — Grüntöne” und lade euch herzlich ein, gemeinsam mit mir mehr darüber zu erfahren. ’n Peace geht raus!


Trackliste und Einordnung, Kontakt & Spotify Playlists

Oberhalb der Tracklist zeige ich euch nachstehend den Farbkreis in groß auf, den ich für das ganze Projekt verwende. Wenn ihr mögt, könnt ihr heute Abend ja mal selbst prüfen, wo ihr die einzelnen Titel darin ‚verorten‘ würdet. Meine eigene ‚Verortung‘ werde ich immer erst nach der Sendung dort hinzufügen.

0:00:00 | borjomi national reserve sounds [hintergrundpur]
0:00:21 | boards of canada – sherbet head [01]
0:00:27 | erläuterung range-projekt
0:02:35 | boards of canada – new seeds [02]
0:07:34 | brandt brauer frick – rest [03]
0:11:00 | haai – be good [04]
0:17:20 | hauschka – trees only exist in books [05]
0:22:58 | kalabrese, sarah palin – kafi lied [06]
0:30:24 | martin glass – okinawa fantasia [07]
0:31:32 | warren ellis – la lettre [08]
0:33:44 | moby – falling rain and light [09]
0:38:11 | moby – the ceremony of innocence [10]
0:41:36 | yoste – chihiro [11]
0:44:55 | dné – asos model crush [12]
0:46:13 | eska – this is how a garden grows (unkle reconstruction) [13]
0:53:22 | max cooper – phi [14]
0:56:13 | oliver koletzki – a tribe called kotori [15]
1:01:08 | gioli – echo of the woods [16]
1:04:12 | bukahara – no! [17]
1:07:56 | acht eimer hühnerherzen – mittelmaß [18]
1:10:45 | django django – sand dunes [19]
1:14:31 | lali Puna, baths – move on [20]
1:18:02 | max cooper, tom hodge – symmetry (vessels rmx) [21]
1:23:17 | stippenlift – de laag onder de bodem [22]
1:25:46 | throwing snow – subtitles [23]
1:30:53 | we are aust – wild river [24]
1:33:15 | paul mccartney – people want peace [25]
1:36:03 | surma – voyager [26]
1:39:23 | flamingods – toboo groves [27]
1:41:08 | céline gillain – i’m grateful [28]
1:45:02 | boards of canada – constants are changing [29]
1:46:31 | will stratton – wild rose [30]
1:49:35 | kaas, miwata – jamaica, jamaica [31]
1:53:19 | alabama shakes – hang loose [32]
1:55:21 | bear’s den – above the clouds of pompeii [33]

Für Kontakt zur Sendung, zur Musik und zu meinen Mixes schreibt einfach an: mich@mannaufdercouch.de. Soweit dort verfügbar, findet ihr alle Einzeltitel aller meiner Sendungen hier in einer Spotify-Playlist. Dort habe ich auch eine ‚Endlos-Playlist‘ am Start, die ich euch als ‚Zufallswiedergabe-Entdeckungsreise‘ ans Herz lege. Ich nenne sie ☀️Das🌕Leuchten🌠.


14.04.2022 | „Range [seit 2018]”


Heute starte ich ein lange gehegtes und im Sammeln und Zuordnen viel gepflegtes Farben-Musikprojekt „Range” – mein im Umfang mit Abstand größtes Mix-Projekt, das ich bisher angegangen bin. In dessen sehr lange im Suchen, Entdecken, Verwerfen, Neuaufsetzen, Überarbeiten, Reintegrieren und schließlich: Finden begriffenen Rahmen habe ich insgesamt 29 Playlists zusammengestellt: eine ‚Gesamtplaylist‘ und 28 zu je einem Farbsegment. Im, sicherlich ziemlich langen, Projektrahmen, bewege ich mich auf dieser (für neue Songs weiterhin offenen) Grundlage entlang eines Farbkreises, nach dem Schema: [rot] > [orangerot] > [rotorange] > [orange] > [gelborange] > […]. Die Grundidee zum Projekt hatte ich schon 2018. Seither sammle ich Tracks, die in meinem Hörempfinden zu einer dieser Farbsegmente passen. Oft mit erstaunlichen Übereinstimmungen, was Albumcovers etc. angeht. Es geht mir dabei eher um den ‚emotionalen Gehalt‘ der Musik als um eine Art ‚musikalische Farbenlehre‘ (wohl wissend, dass es solche auf wissenschaftlicher Grundlage gibt, z. B. die für mich hoch interessante „Farbsynästhesie”).

Im ersten Schritt greife ich auf die Gesamtplaylist zu, lege daraus hier nun einen oder mehrere erste/n ‚Rundum-Mix/es‘ vor, bevor ich ‚dem Farbkreis spezifisch entlang wandere‘.

Viel Freude damit und ‚Farbe daraus‘ ☀️


Trackliste und Einordnung

Oberhalb der Tracklist zeige ich euch nachstehend den Farbkreis in groß auf, den ich für das ganze Projekt verwende. Wenn ihr mögt, könnt ihr heute Abend ja mal selbst prüfen, wo ihr die einzelnen Titel darin ‚verorten‘ würdet. Meine eigene ‚Verortung‘ werde ich immer erst nach der Sendung dort hinzufügen.

0:00:00 | wanderung bad urach ><
0:00:33 | das paradies – ein schönes unentschieden [01]
0:04:28 | carl craig, francesco tristano, les siécles, françois xaver-roth – the melody (ishmael ensemble rmx) [02]
0:10:12 | warren ellis – la lettre [03]
0:12:22 | !!! – lucy mongoosey [04]
0:15:40 | prada meinhoff – eisbär [05]
0:19:40 | teleman – submarine life [06]
0:24:29 | dka, exon, sinead maya – after calling [07]
0:31:57 | lali puna – everything counts [08]
0:36:08 | caamp – strawberries [09]
0:39:09 | maarja nuut, ruum – kuud kuulama [10]
0:42:54 | reflections, anthony mills – the boat (stockholm) [11]
0:45:12 | jon hopkins – singularity [12]
0:51:29 | spoon – i ain’t the one [13]
0:55:12 | woodkid, louis garrel – l’aérogramme de los angeles [14]
0:57:53 | night night – lulla [15]
1:04:56 | eels – our cathedral [16]
1:07:22 | busta 929, boohle – ngixolele [17]
1:12:25 | kabza de small, dj maphorisa, ami faku – abalele [18]
1:18:02 | la maison tellier – sur un volcan (konvex & the shadow radio edit) [19]
1:21:30 | nastee nev – joy (instrumental mix) [20]
1:25:49 | rone – ghosts [21]
1:29:41 | jon hopkins – small memory [22]
1:31:02 | james blake – say what you will [23]
1:35:19 | nina simone – who knows where time goes (live) [24]
1:43:28 | the cinematic orchestra, roots manuva – all things to all men [25]
1:53:12 | howling – short line [26]
1:57:19 | the flashbulb – sunday, floating through suburbs [27]


Allgemeines zur Sendung

Jeden zweiten Donnerstag um 21:00 seid ihr herzlich willkommen im Wohnzimmer beim MannaufderCouch! Der MannaufderCouch wird „im normalen Leben“ meist einfach Micha genannt und ist von seinen 39 Lenzen die überwiegende Zeit Musikenthusiast durch und durch.

Ich freu‘ mich riesig, dass ich „an dieser Stelle auf dieser Welle“ 😉 meine Lieblingsmusik und meine Neuentdeckungen mit euch teilen darf. Es erwartet euch eine große Bandbreite unterschiedlicher Stile und Spielarten.

Kurz zu mir und meiner Musikleidenschaft: Musik zusammengestellt hab‘ ich eigentlich schon immer: „saß wochenlang zu Hause, mit ’nem Tape auf Rec und Pause“, heißt’s in einem meiner liebsten deutschen Hip-Hop-Tracks, „RAG-Time“ von RAG aka Ruhrpott AG. So fing das auch bei mir an – und war ganz eng mit besonderen Radioerlebnissen verbunden.

Dann entwickelte sich aus der von mir so geschätzten, weil oft so ganz unstandardisierten „Crazy-Verspieltheit“ der 90er heraus eine Radiolandschaft, die mir im Allgemeinen nicht mehr entsprach. So habe ich erst nach und nach wieder „daran angedockt“, unter ganz neuen technischen Gegebenheiten, mit den vielen heutigen Möglichkeiten von Digital- bis Webradio und weltweiter Verfügbarkeit auch lokaler Formate. Was immer da war und wo ich die technischen Weiterentwicklung über die Jahre immer mitging, waren Platten und CDs, Mini-Discs, mp3s, YouTube, so viele Konzerte, Spotify, all der feine Austausch unter Liebhabern der feinen wie schrägen Töne… Das hat mir meine Begeisterung am Zusammenbringen und Teilen von Musik mit offenen und, wie ich, eher „normierungsgenervten“ Menschen erhalten.

So kam ich um das Jahr 2007 konsequenter Weise zu fortlaufenden, ineinandergreifenden Mixes. Und habe diese seither immer weiter entwickelt, vor Allem aber: ausdifferenziert. Denn in meiner Rolle als „Mixtape Artist“ geht es mir weniger um das Perfektionieren einer bestimmten Spielart, mehr um „Neues“ in allen Formen. Aus der stetigen Suche nach Synergien zwischen und in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen. Immer mit dem Ziel, neue Hörerlebnisse zu schaffen.

Auszüge aus denen darf ich hier wöchentlich mit euch teilen. Wenn ihr mir dazu etwas mitteilen möchtet oder Interesse an meiner Musik im Allgemeinen habt, mehr davon hören möchtet, schreibt einfach an: mich@mannaufdercouch.de.

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